Ein Vorwurf begleitet Medizinalcannabis seit Jahren: Es gebe zu wenige klinische Studien. Im LUANA-Podcast erklärt David Henn, Geschäftsführer der Cannamedical Pharma GmbH, woher diese Lücke kommt und was die Branche dagegen tut.
Warum klassische Zulassungsstudien fehlen
Große klinische Zulassungsstudien finanzieren Pharmaunternehmen in der Regel dann, wenn sie das Ergebnis über ein Patent schützen können. Cannabisblüten und ihre natürlichen Inhaltsstoffe lassen sich jedoch nicht patentieren. Für Blüten und Extrakte aus dem Bereich der Rezepturarzneimittel investiert deshalb kaum ein Unternehmen in solche Studien.
Was stattdessen geforscht wird
Henn verweist auf nicht-interventionelle Studien, sogenannte NIS. Dabei dokumentieren Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag strukturiert, wie die Behandlung verläuft. Das trage zu einer besseren Datenlage bei und werde von vielen Ärzten gut angenommen.
Ein gemeinsamer Lehrstuhl
Neu ist laut Henn, dass sich Unternehmen und Branchenverbände zusammentun, um gemeinsam einen Lehrstuhl für zunächst drei Jahre zu finanzieren. Ziel sei mehr evidenzbasierte Medizin und der Abbau von Stigmata. Wünschenswert wäre aus seiner Sicht zusätzlich staatlich geförderte Forschung, zumal ein großer Teil der Therapien heute von den Patientinnen und Patienten selbst bezahlt werde.
Unser Anspruch
LUANA setzt auf Transparenz: Jede Sorte ist mit Wirkstoffgehalt, Genetik und Herkunft deklariert. Maßgeblich für die Therapie sind die ärztliche Beurteilung und das Prüfzertifikat der jeweiligen Charge.